Bevor ich meine Konfirmation begehen konnte, musste ich immer montags zum Konfirmandenunterricht. Treffpunkt war immer 15.30 Uhr am Gemeindehaus in Apolda.

Manchmal bin ich auch nicht so gern dort hin, aber dennoch war es auch immer interessant, und auch mal lustig. Wir erfuhren viel über verschiedene Glaubensrichtungen, schauten uns verschiedene Kirchen und Gotteshäuser in den umliegenden Dörfern an, bereiteten Gottesdienste vor, übten für das alljährliche Krippenspiel, sprachen über weitere kirchliche Feiertage.

Zudem fuhren wir auch für 4 Tage gemeinsam zu einer Konfirmandenfreizeit nach Roßbach in Sachsen-Anhalt. Unsere Pfarrerin, Fr. Böhm schleppte uns durch die Natur, wir hatten Gesprächsrunden zu verschiedenen kirchlichen Ereignissen und natürlich hatten wir auch Spaß. Ich lernte hier neue Freunde kennen.

Zu Beginn 2025 wurde es zunehmend ernster rund um meine Konfirmation, denn außer die Montagsrunden musste ich ja auch noch regelmäßig an sonntäglichen Gottesdiensten teilnehmen und dafür in meinem Kärtchen Stempel sammeln. Manchmal kamen auch Liane, Josy oder Lilly mit in die Kirche oder auch meine Eltern und Erzieher, dann erhielt ich auch mehrere Stempel.

Im März suchte ich mir dann auch mit Hilfe der Pfarrerin und meinen Eltern meinen Taufspruch aus, und beschäftigte mich damit näher….
Meine Eltern planten derweil meine Feier für die Konfirmation…, auch nicht so einfach aus der Entfernung…, aber letztendlich mieteten wir die „Meetbar“ in Apolda und fanden auch einen Caterer, welcher uns gutes Essen liefern konnte….

Meine Familie reiste am Samstag vor der Konfirmation an, wir hatten zum Glück auch eine Ferienwohnung gefunden, in die wir unseren Hund mitnehmen durften.
Ich schlief schon ab Samstagabend mit dort. Die Aufregung stieg bei mir und meiner Familie zusehends.

Am Sonntag, 8.6.25 standen wir schon sehr früh auf, um uns chic zu machen. Meine Schwester, meine Mutter und ich kämpften u.a. mit der richtigen Frisur, da war meine Papa schneller fertig…..
Pünktlich 9.30 trafen wir uns alle an der Lutherkirche, da waren dann auch meine Großeltern, Tante und Onkel mit Cousine und Cousin und weitere Verwandte da.

Langsam wurde es feierlich, immer mehr Leute nahmen Platz in der Kirche und wir 7 Konfirmanden nahmen Aufstellung.
Mit feierlicher Musik liefen wir in die Lutherkirche, das Herz pochte nicht nur bei mir, war ich doch bei der Generalprobe mit meinem Schuh im Boden stecken geblieben…., das sollte heute nicht passieren.

Es fand eine sehr schöne Feierstunde statt, an der wir auch mitwirkten und aktiv dabei waren. Aufregend für mich war es immer, wenn ich mit auf „die Bühne“ musste….
Alle beglückwünschten mich danach, und es klappte alles. Wir schossen schöne Erinnerungsfotos.

Nachdem der offizielle Teil vorbei war, gingen wir alle zusammen in die „Meetbar“. Diese schmückten wir am Vorabend; meine Mutter und meine Schwester gaben sich sehr viel Mühe. Meine Papa half, wo er konnte, so klemmte bsp.weise die Eingangstür, mein Papa richtete das.

Ich hörte eine sehr schöne Rede von meinem Papa, die mich auch nachdenklich stimmte.

Irgendwann kam dann auch das leckere Essen und wir konnten uns alle stärken….
Dann kam endlich auch die Zeit, dass ich mir meine Geschenke in Ruhe anschauen konnte. Auch da gab es viele persönlich geschriebene Karten und Briefe. Jeder gab sich Mühe, mir etwas Persönliches zu schenken. Vielen Dank.

Der Tag klang gemütlich aus, einige Verwandte fuhren wieder nach Hause, wir übernachteten noch einmal in der Ferienwohnung und freuten uns, dass alles so gut geklappt hat.

Anna (WG III)